THERAPIE

Blutegeltherapie

Ein traditionelles Verfahren, das heute nur nach sorgfältiger medizinischer Prüfung, Aufklärung und Nachsorge eingesetzt wird.

Sorgfältig begleitet

Anamnese, hygienische Durchführung und ein klarer Nachsorgeplan gehören bei jeder Behandlung zusammen.

Medizinischer Blutegel als Motiv für die Blutegeltherapie
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INHALT

Wie wird die Blutegeltherapie eingeordnet?

Blutegel bei einer fachgerecht begleiteten Behandlung

Die Blutegeltherapie hat eine lange medizinische Tradition. Medizinische Blutegel geben während des Saugens verschiedene Substanzen in die Haut ab; anschließend kommt es zu einer gewollten Nachblutung. In der heutigen Praxis wird das Verfahren nicht pauschal, sondern nur bei einer klaren Fragestellung eingesetzt.

Ob eine Blutegeltherapie bei örtlich begrenzten Beschwerden – beispielsweise im Bereich von Gelenken oder bei ausgewählten venösen Problemen – in Betracht kommt, hängt von Diagnose, Hautzustand, Medikamenten und möglichen Risiken ab. Eine Indikationsliste ersetzt nie das persönliche Gespräch.

Die Blutegel gelten als Arzneimittel und werden ausschließlich für eine Person verwendet. Herkunft, Anwendung und Entsorgung folgen den geltenden Qualitäts- und Hygieneanforderungen.

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INHALT

Ablauf und Nachsorge

Bitte planen Sie am Behandlungstag ausreichend Zeit und anschließend Ruhe ein. Der genaue Ablauf wird vorab erklärt.

Anamnese und Prüfung
Wir besprechen Befunde, Vorerkrankungen, Allergien, Wundheilung und alle Medikamente – besonders Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen.

Vorbereitung
Die Hautstelle wird ausgewählt und vorbereitet. Medikamente werden niemals eigenständig abgesetzt.

Behandlung
Die Blutegel werden gezielt angesetzt und lösen sich in der Regel selbstständig. Die Dauer kann variieren.

Wundversorgung
Die gewünschte Nachblutung wird mit einem geeigneten Verband versorgt. Sie erhalten Hinweise für zuhause.

Nachsorge
Bei starker Blutung, zunehmender Rötung, Fieber oder anderen Unsicherheiten nehmen Sie bitte umgehend Kontakt auf.

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INHALT

Wichtige Hinweise

Blutverdünnende Medikamente, Blutgerinnungsstörungen, bestimmte Blutbilder, Schwangerschaft, bekannte Allergien oder akute Infektionen können gegen eine Behandlung sprechen. Auch eine eingeschränkte Wundheilung muss berücksichtigt werden. Die Entscheidung fällt erst nach vollständiger Anamnese und gegebenenfalls nach Rücksprache mit mitbehandelnden Ärztinnen oder Ärzten.

GUT ZU WISSEN

Häufige Fragen

Das lässt sich nur nach Diagnose und Untersuchung beurteilen. Häufig geht es um klar begrenzte Beschwerden im Bewegungsapparat oder ausgewählte venöse Fragestellungen. Ein Behandlungserfolg kann nicht zugesichert werden.

Der erste Kontakt wird häufig als kurzes Ziehen oder Brennen beschrieben. Das Empfinden ist individuell. Während der Behandlung bleiben Sie unter Beobachtung.

Eine Nachblutung gehört zum Verfahren und kann mehrere Stunden anhalten. Sie erhalten einen saugfähigen Verband und genaue Hinweise, wann Sie Kontakt aufnehmen sollten.

Nein. Verwendet werden nur medizinische Blutegel aus kontrollierter Herkunft. Jeder Blutegel wird aus hygienischen Gründen nur einmal eingesetzt.